6 Fakten, warum „zu viel“ zocken süchtig und realitätsfremd machen kann

N-Limits Foto Spiele-Controller in Jungenhand (Nahaufnahme)
Bild: superanton @Pixabay.com

Einleitung: Die Abhängigkeit von PC- oder Konsolenspielen wird mittlerweile als Krankheit definiert. Psychologen sehen darin eine tatsächliche Sucht, die mit einer Alkoholsucht zu vergleichen ist! Die „virtuellen“ Realitäten können in die totale Abhängigkeit sowie in das soziale Abseits führen und damit das Dasein in der „echten“ Realität nahezu eliminieren.   Die 6 folgenden Fakten sollen Dir zeigen, warum „zu viel“ zocken süchtig und realitätsfremd machen kann.

Lernbereich (Die 6 Fakten):

  1. Man belügt den Partner, die Freunde und vor allem sich selbst, nur um sich selbst mit dem Zocken zu befriedigen – das ist bereits eine gesteigerte Form der Abhängigkeit und damit der Beginn einer Sucht.
  2. Die virtuellen Einkäufe (Klamotten, Autos, Häuser und andere Statussymbole) interpretiert man häufig in die reale Welt. Im Regelfall ist dafür das Budget aber nicht da, was das Ganze realitätsfern macht.
  3. Man erlebt nur in der virtuellen Welt Freundschaft, Selbstsicherheit und Schlagfertigkeit, die man im realen Leben nicht umsetzen kann – dieses Gefühl von Akzeptanz steigert das Verlangen immens.
  4. Man wartet sehnsüchtig auf den Feierabend, um endlich zocken zu können. Dafür opfert man dann wertvolle und unwiederbringliche Freizeit-Stunden,  in denen man viele andere schöne und vor allem sinnvolle Dinge tun könnte – das ist realitätsfern.
  5. Man flüchtet in die „virtuelle“ Welt, in der man jemand Anderes (Charakter) sein kann, als man im wirklichen Leben ist. Diese Scheinidentität macht einen nicht nur realitätsfremd, sondern beeinflusst auch die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein äußerst negativ.
  6. Die Freude und Begeisterung, die gerade Rollenspiele mit sich bringen, fördert die Sucht „unterschwellig“ sehr stark! Die Freude und Begeisterung an echten Dingen im realen Leben, können diesen Kick bald nicht mehr ersetzen – das steigert Verlangen und Abhängigkeit in besonders großem Maße.

Transfer:  Sei selbstkritisch zu Dir und beurteile ehrlich, inwieweit diese 6 Fakten bereits auf dich zutreffen. Wenn Teile davon zutreffend sind, dann ist die Abhängigkeit bereits gegeben und die Tendenz zur Sucht ebenfalls. Versuch gezielt 4 Tage die Woche einzurichten, an denen Du nicht zockst! Für die anderen 3 Tage setzt Du dir ein Zeitlimit, das Du auf keinen Fall überschreitest – max. 2,5 Stunden! Zur Not, muss einer deiner Liebsten das Ganze beenden!

Persönliche Ratschläge: Wenn Du, nur um spielen zu können, deine liebsten Menschen belügst, oder wenn Du nur in der Online-Welt ein gutes Selbstwertgefühl hast, dann solltest Du tatsächlich über eine Therapie nachdenken! Ps: Du kannst die Spiele- Abhängigkeit auch an deiner Kommunikation erkennen, indem Du sowohl im Spiel als auch im „wahren“ Leben von nichts anderem mehr sprechen kannst, außer von dem Spiel selbst!


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Grenzenlose Grüße, Tobi

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Artikel-Fakten & Feedbacks:

Nummer: 55 | 6K: KOPF | Themenbereich: Süchte | Grundlagen: Fachliteratur, Persönliche Meinung- und Erfahrung (Tobi) | Lesezeit: 2-3min | Schwierigkeit der Umsetzung: schwer

Wie alle unsere Artikel stellt auch dieser nur einen winzigen Auszug aus einem riesigen Themenkomplex dar und ist damit stets nur die Spitze des Eisbergs. Die Inhalte beinhalten „immer“ auch subjektive Meinungen und Empfindungen. Selbstredend fallen Dir hunderte weitere Fakten und Anreize ein, die Du möglicherweise als besser geeignet empfindest. Deswegen freuen wir uns auf dein Feedback und deine Kritik – wie immer nur dann, wenn Du sachlich und anständig bleibst und deine Kritik konstruktiv und angebracht ist.

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Über Tobi 68 Artikel
Alter: Ende der 30iger | Ort: Hamburg | Beruf: Unternehmer, Gründer von N-Limits | IHK-Abschlüsse: Groß- und Außenhandelskaufmann, gepr. Wirtschaftsfachwirt, angehender gepr. Betriebswirt, Ausbildereignungsschein (AdA)