Lieber Grenzenlosdenker,

die Story von N-Limits möchte ich Dir gerne sehr persönlich schreiben, weil die damalige Idee zur Agentur „N-Limits“ von mir kam.

Ich habe dem Kindchen seinen Namen gegeben und hatte „leider“ die N-Limits-Story schneller „alleine“ in der Hand als ich gucken konnte. Man könnte aber auch durchaus sagen, dass ich N-Limits bin!

Ich habe nicht an Zeilen und Details gespart, sondern bewusst weit ausgeholt….

Das hat einen ganz einfachen Hintergrund: Du willst wahre, authentische und reale Storys und keine Schaumschlägerei, die zum größten Teil durch Unwahrheiten und falsche Gesichter glänzt.

Der Inhalt und der Aufbau der Story dienen bereits dem „Aha-Effekt“ und damit deinem Lernprozess. Das geht immer dann besonders gut, wenn jede Zeile der Wahrheit entspricht, nicht gekünstelt ist und eine persönliche Sprache spricht.

„Reale Fakten, reale Emotionen, reale Niederlagen – Kein Schi Schi, kein bei uns läuft immer alles bestens, keine Fassaden, keine Masken“

Viel Spaß und Erleuchtung beim Lesen, hole Dir schon mal einen Kaffee oder auch zwei 😉

Grenzenlose Grüße, Tobi


2004

Gründete ich mit einem damaligen Freund und dessen Frau eine Eventagentur. Er brachte eine Security-Firma ein, sie eine Künstlervermittlung, ich die Idee sowie die Namensgebung, umfangreiches Know-How und beste Kontakte zur Spirituosen- und Veranstaltungsindustrie. Geboren war N-Limits „grenzenlos erleben“, die kompetente FULL-Service-Eventagentur:

NL_Logo_2004

Das „keine Grenzen“ bzw. „Grenzenlos“ ist vom „N“ (No) abgeleitet und steht für die Grenzenlosigkeit von Events und Erlebnissen. Kunst, Kreativität, Emotionen und dem menschlichen Miteinander sind keine Grenzen gesetzt! Sei grenzenlos, feiere grenzenlos, erlebe grenzenlos…


2005

Nachdem wir einen optimalen Start hingelegt hatten, namenhafte Firmenkunden für unseren Eventservice gewinnen konnten, an zahlreichen Clubs in Hamburg an der Tür standen (in den größtenteils unsere Künstler gebucht waren) und die ersten Großkunden aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ihre Promotion-Aktionen von uns ausstatten und unterhalten lassen wollten, da kam das plötzliche Aus. „Tobi, das fordert so viel Zeit und so viel Kraft, so hart haben wir uns das nicht vorgestellt, wir wollen das so nicht mehr!“

Ja, was soll ich sagen: In einem Jahr eine solche Marktposition zu erschließen ist die eine Sache, sie aber zu halten und weiter gegen die Mitbewerber auszubauen, eine ganz Andere! Erst steigt der Umsatz, dann der Deckungsbeitrag und schließlich der Gewinn.

Das Wort „selbstständig“ kommt eben nicht umsonst von „selbst“ und „ständig“. Es waren noch nicht einmal die „drei klassischen“ Start-Up-Jahre vergangen – genauer gesagt, gerade mal ein mickriges Jahr – dabei waren wir sicher auf dem richtigen Weg und hatten echt schon was erreicht!

Das war dann wohl doch nichts mit dem „Grenzenlos“… Aufgeben kam für mich nicht in Frage, N-Limits sollte weiterleben.

LOGO: Das Logo blieb in dieser Zeit unverändert


2005-2007

Fest davon überzeugt N-Limits zum Ziel (eine gefragte Eventagentur in Hamburg und Norddeutschland) zu führen, wollte ich das Ruder alleine in die Hand nehmen. Schnell wurde mir jedoch klar, dass einer nicht das übernehmen kann, was vorher drei Leute gemacht hatten.

Ich hatte gar nicht die Kompetenzen für den Bereich Sicherheit und Künstlervermittlung.

KARMA: Schuster, bleib bei deinen Leisten!

Meine Kernkompetenzen sind die Konzeption, Strategieentwicklung und das Marketing für Events und Produkte. Da kamen die sich gerade interessierenden Kunden aus der Lebensmittel- und Spirituosenindustrie genau richtig, aber alleine konnte ich auch die nicht bewältigen. Feste Mitarbeiter gab die Ertragslage noch nicht her, aber es musste gehandelt werden.

Kurzer Hand konnte ich auf zwei gute Kumpels zurückgreifen, die nicht nur reichliche Erfahrungen in der Promotion und Verkaufsförderung hatten und dank eigenem Gewerbeschein eine Rechnung schreiben konnten, sondern vor allem sofort und mit tausendprozentiger Einsatzbereitschaft an den Start gingen. Das kleine N-Limits Team war „neu“ geboren, wenn auch vorerst nur mit „freien“ Mitarbeitern.

In den zwei Jahren gelang es uns die größten Spirituosenimporteure- und Hersteller Deutschlands als Kunden zu gewinnen. Ihr alle kennt deren Produkte und habt bestimmt schon an mindestens einer Promotion-Aktion teilgenommen. Wir übernahmen für zahlreiche Produkte (Marken) die Promotion- und Verkaufsförderungsaktionen und sorgten für Planung, Logistik und Durchführung. Zusätzlich konnten wir einen weiteren Vertriebskanal erschließen – die Personalvermittlung.

Zum einen konnten wir bei den bestehenden Kunden auch die Personalbestückung für die anstehenden Promo-Aktionen übernehmen und zum anderen gelang es uns, mit der Vermittlung von Bar- und Servicepersonal, einige bedeutende Gastronomie-Kunden auf den größten Volksfesten Norddeutschlands zu gewinnen. Es lief!

Aber: Was war die Innovation, der nächste Schritt, die sinnvolle Sortimentserweiterung?

LOGO: Das Logo blieb in dieser Zeit unverändert


2007-2013

KARMA: Es gibt keine Zufälle! Ich war mit Hochdruck in der Überlegung vertieft, was die beste Erweiterung zum Ausbau von N-Limits wäre, als mich einer meiner besten Freunde anrief und sagte, er hätte einen „richtig geilen“ Energy-Drink bei seinem Frisör (kein Witz) bekommen.

Den sollte ich mir unbedingt angucken und probieren, weil ich doch ein Freak für Energy-Drinks bin und das sicherlich sinnvoll für unsere ganzen Events und Promotion-Aktionen sein könnte.

Okay klingt nicht uninteressant, dachte ich, schau ich mir mal an. Gesagt, getan! In der Tat war ich derbe überrascht: Sehr ansprechendes Design und ein mega Geschmack mit Fruchtnote, das war zu diesem Zeitpunkt noch ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Ich nahm eine weitere Dose mit, um in Ruhe zu recherchieren.

Schnell war klar, dass es sich um einen der größten Energy-Drinks (Top-5) weltweit handelt, deren Mutterkonzern in Thailand, dem Mutterland der Energy-Drinks, sitzt. WTF….nie was von gehört 😉 Mit einigen weiteren Klicks stand fest, dass es eine Tochtergesellschaft in Österreich gibt, die für Europa und damit auch für Deutschland zuständig ist.

Telefon in die Hand und mal die Lage checken. Nachdem ich den freundlichen Damen und Herren ausführlich erklärt hatte, wer wir sind und was wir machen und dass ich deshalb sehr gute Ansätze für einen Energy-Drink sehe, kam sofort die nicht erwartete Antwort: Man würde gerade den deutschen Mark aufbauen und suche noch Distributoren dafür….wir würden ganz gut passen!

Okay!? Das wäre ja was ganz Neues, einen solchen Energy-Drink nicht nur vermarkten sondern auch vertreiben…

Ich signalisierte grundsätzliches Interesse und wurde gebeten ein kurzes Business-Konzept anzufertigen, damit man über unsere „tatsächliche“ Relevanz entscheiden könne. Der erste Gedanke nachdem ich aufgelegt hatte: Geile Schei…. das ist es, das ist unsere sinnvolle und strategische Erweiterung für N-Limits. Dazu muss ich sagen, dass ich ein leidenschaftliches und gelerntes Vertriebskind bin. Meine Freunde behaupten mitunter, dass ich einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen könnte – völliger Quatsch, der braucht doch gar keinen…

Nach einem ausgiebigen Meeting mit meinen inzwischen drei Jungs war eindeutig klar, dass wir das Ding an den Laden reißen, sofern wir unsere Bedingungen durchsetzen können und unsere gezielten Marktanalysen bei wichtigen Entscheidern im Getränkehandel Erfolg versprechen.

Natürlich müssten wir das Ganze auch logistisch stemmen und Funktionen von Lagerung, Kommissionierung und Transport übernehmen können…..wofür hat man wahre Freunde im Leben, die einem großzügige Lagerflächen, Ameisen und Gabelstapler (im eigenen Getränkehandel) zur Verfügung stellen – und das sogar noch für „kein Geld“!

Die Vertragsverhandlungen mit dem thailändischen Mutterkonzern, vertreten durch seine europäische Tochter, zogen sich knapp drei Monate in die Länge. Letztendlich waren sie aber doch erfolgreich.

Wir bekamen den exklusiven Alleinvertrieb für das Produkt in Norddeutschland.

Völlig aus dem Häuschen, dass wir „noch“ Amateur-Angler einen solch fetten Fisch an der Angel hatten,  drehten wir den Gashahn so richtig auf. Uns gelang es das Produkt bei zahlreichen Getränkefachgroßhändlern einzulisten und deren Kunden zu gewinnen – die Clubbetreiber und Veranstalter. Wir sorgten für zahlreiche Produktplatzierungen bei einflussreichen Großveranstaltern, sodass ein erstes Markenimage entstand. Wir konnten Großabnehmer (Handel) aus anderen europäischen Ländern gewinnen, für deren Vermittlung wir gute Zusatzprovisionen einstrichen – die Jahresmengen stiegen auf über 200.000 Dosen.

Wir sorgten für Einlistungen bei Tankstellen und Kiosken und erschufen für das Produkt den ersten Onlineshop in Deutschland, sodass auch der Verbraucher (regelmäßig) in den Genuss kommen konnte. Die dabei entstandene Facebookseite (Germany) hat heute fast 700.000 Fans.

Es lief richtig gut, nicht nur mit unserer strategischen Geschäftserweiterung, dem Energy-Drink, sondern auch mit den Promotion-Aktionen, der Verkaufsförderung und der Personalvermittlung.

Wir machten große Pläne, wie das Ganze in 3-5 Jahren laufen sollte und wie wir kurz bis mittelfristig die Personalstruktur (feste Mitarbeiter) angehen und umsetzen wollten.

Soweit der Glaube, tatsächlich sah es anders aus.

KARMA: Schuster bleib bei deinen Leisten!

Der Schuster war leider nicht so ganz bei seinen Leisten geblieben. Die Strafe, die dann IMMER folgt, ließ nicht lange auf sich warten. Durch den zu starken Fokus auf die neue Ausrichtung (den Energy-Drink) schmälerte sich der „wichtige“ Blickwinkel auf das bisherige Kerngeschäft, die Promotion, Verkaufsförderung und Personalvermittlung.

Die Klatsche kam: Kunden sprangen ab, weil wir den gewohnten Service und die gewohnte Inspiration nicht mehr verlässlich liefern konnten. Kostenfaktoren waren aus dem Ruder gelaufen und unsere Preise am Markt nicht mehr durchsetzbar. Andere Anbieter waren längst auf den Markt gedrungen und hatten uns (teilweise) ordentlich die Butter vom Brot genommen.

Wie es dann im Leben immer so ist, schlägt „Murphys Gesetz“ knallhart zu. Die großen Pläne mit unserem Hoffnungsträger (dem Energy-Drink) ließen sich nicht in die Tat umsetzen. Wie so häufig im Leben scheiterte es am Geld. Trotz perfekter Marktaussichten, starken Platzierungen und sichtbaren Mengensteigerungen, die Wachstum versprachen, war ein größeres Budget erforderlich um „richtig“ durchzustarten. Marketingbudget, insbesondere Werbebudget.  Jeder Unternehmer weiß, dass er stirbt, wenn er nicht wirbt! Sollte man annehmen…

Die bereits geplanten Budgets kamen nicht zum Tragen, die Strategien zum Wettbewerb und zum Wachstum wurden über den Haufen geworfen. Offensichtlich wollte man dann doch nicht „so richtig“ durchstarten. Das wir dafür bereits Investitionen (insbesondere finanzielle) getätigt hatten, das interessierte am Ende natürlich niemanden.

Uns blieb nichts  anders übrig, als eine finale Entscheidung zu fällen:

Diese hieß bei uns ganz klar Produktelimination, da der abgeschwächte Werbeplan des Herstellers aus unserer Sicht nicht zum gewünschten Zukunftserfolg führen würde. Es gelang uns die erschaffenen Kunden-/Absatzstrukturen und die Einlistungen aus unseren Gebieten an die anderen regionalen Distributoren in Deutschland entgeltlich abzutreten. Weiterhin konnten wir dem Hersteller den Onlineshop und die Facebook-Seite entgeltlich abtreten. Zu mindestens war es uns so möglich eine akzeptable Schadensbegrenzung vorzunehmen, die jedoch den „emotionalen“ Schmerz nicht lindern konnte – das Gefühl von „man war gescheitert“ machte sich breit, obwohl dem gar nicht so war…

Was als nächstes kommen würde, das wusste ich natürlich bereits. Die drei Jungs würden mir erklären, dass sie andere Wege gehen müssten, dass es (unabhängig von unserer menschlichen Beziehung) leider nicht anders gehen würde. Ja Sch…, ist mir auch klar…so kam es dann natürlich auch, aber ich war ja vorbereitet (Ironie aus).

Die Entscheidung war die folgende: Alles noch ein Mal auf eine Karte setzen, um mit dem Kerngeschäft wieder Fuß zu fassen, verlorene Kunden zurückzugewinnen und neue an den Start zu bekommen oder den (glücklicherweise) vorhandenen Gewinn und die Rücklagen nehmen und zu neuen Ufern aufbrechen?

Man soll bekanntlich dann aufhören, wenn es am schönsten ist und genau das habe ich (wir) getan.

Standesgemäß: Mit der Lösung des einen Problems, flattert das nächste bekanntlich gleich ins Haus! Was macht man jetzt?

LOGO: Das Logo blieb in dieser Zeit unverändert


2013-2015

Ich habe mir einige Monate eine Auszeit gegönnt, um Resümee aus dem bisherigen Business zu ziehen, zu mir selbst zu finden und mir klar zu werden, wie es in Zukunft weitergehen soll. Innerhalb dieser Prozesse habe ich zu einer meiner ganz großen Leidenschaften zurückgefunden, dem DJing und der guten alten 90er-Techno-Mukke.

Als Resultat aus dieser Reinkarnation ist ein Web-Radiosender für TechnoClassics entstanden, der heute immer noch der erste und einzige Web-Sender Deutschlands ist, der ausschließlich die TechnoClassics aus den 90er & 2000ern spielt 😉

Natürlich war das nicht das Einzige, was ich in Zukunft tun möchte, mehr ein fettes Hobby.

Im Rahmen meiner Restrukturierung und Selbstfindung wurde mir jedoch eins immer wieder klar, nämlich wo meine Stärken liegen. Ohne Frage liegen Sie auch darin, das operative Geschäft in die Hand zu nehmen und einem „Start-Up“ einen erfolgreichen Start zu ermöglichen. Sie sind aber genauso strategisch und liegen darin, die Strategien für Marketing und Controlling zu entwickeln und anschließend zu steuern.

Im Allgemeinen bin ich ein Mensch, der gerne Andere berät, sie lehrt, sie supportet und ihnen zum Erfolg verhilft. Das dies eine elementare Komponente von mir zu scheint, die von ganzem Herzen kommt, ist mir in dieser Zeit bewusster als je zuvor geworden.

Angetrieben von dieser persönlichen Erleuchtung, dass neben einem Controlling- und Marketingprofi eben auch ein aus Überzeugung und Berufung agierender Berater und Coach in mir steckt, fing ich an die betriebswirtschaftlichen Fakten für „das Neue“ N-Limits zu beleuchten, dabei hatte eine grundsätzliche Gegenüberstellung meine besondere Aufmerksamkeit:

Warenherstellung-/Handel vs. Dienstleistung

Die Herstellung und der Handel mit Waren erfordert immer die folgenden Faktoren und Bereiche: Produktion, Einkauf, Lager, Verkauf, Logistik, Personal. Die Dienstleistung kann von einer einzelnen Person in ihrem kleinen Office übernommen werden, indem sie nur ihr Wissen vermarktet –z.B Rechtsanwalt

Das Ergebnis bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung und Analyse, wenn man Interesse an einer ausgewogenen Work-Life-Balance hat und nach viel mehr im Leben strebt, als nach Geld.

NEUE ERLEUCHTUNG: Beruf kommt eben doch von Berufung! Nur über diesen Weg wird es möglich sein, die geliebte Work-Life-Balance (nach der wir Alle streben) in das optimale Licht zu rücken, den besten Gewinn aus Aufwand und Ertrag zu erzielen und nebenbei noch genügend Zeit für Familie, Freunde und die eigenen Freizeitaktivitäten zu haben.

Sofort schossen mir diverse Firmenkunden- und Kontakte aus meinem Netzwerk in den Kopf, die ganz sicher Bedarf an Consulting, Beratung oder Coaching haben würden.

ABER: Ich musste auch meiner neuen Erleuchtung nachgehen…Ich wollte auch das „fleißige“ Bienchen (Dich) erreichen, das bei der Erreichung seiner Ziele und Wünsche vielleicht noch viel mehr Hilfe, Richtungsweisung und Support benötigt als die meisten Unternehmer.

Ein großes Ziel von nahezu jedem Menschen, der beruflichen Erfolg haben möchte, ist es sich weiterzubilden. Die heutigen Anforderungen der Unternehmen steigen quasi stündlich und die qualitative Auswahl an potentiellen Bewerbern wird stets größer. Da ich parallel zu diesem Zeitpunkt mit einer guten Freundin in Kontakt stand, die ihre „geprüfte Handelsfachwirtin“ bei der IHK gerade meistern wollte, holte ich mir ein paar Informationen über ihre Eindrücke und ihre Zufriedenheit in Bezug auf die Bildungseinrichtung und die tätigen Dozenten. Sie lud mich ein, an einem „Klassentreffen“ teilzunehmen, dann könnte ich mir gleich Feedbacks von allen Schülern einholen – Insidertalk, den nahm ich dankend mit.

Das Ergebnis war ernüchternd und bestätigte das, was mir andere Freunde, die entsprechende Abschlüsse bereits abgelegt hatten, ebenfalls schon bestätigt hatten. „Hohe Durchfall-Raten, kein zielführender Unterricht, maximal zwei Dozenten von 10 die wirklich zu gebrauchen sind.“

Oh mein Gott, was für eine miese Bilanz dachte ich mir. Das kann doch noch nicht das Ende der Fahnenstange sein! Mein Anreiz und Wunsch das Thema Weiterbildung/Studium ebenfalls anzugehen und Beratung und Coaching für das „fleißige“ Bienchen, für den Schüler, für Dich zu übernehmen stieg von jetzt auf gleich um ein Vielfaches. Weil ich eher der Praxis als der Wissenschaft geneigt bin und nur einen begrenzten Zeitrahmen zur Verfügung hatte, visierte ich die IHK-Abschlüsse anstelle eines Uni- oder Fernstudiums an.

Da ich ein Mensch bin, der nur von dem redet von dem er auch 100%ige Ahnung hat, war für mich eins klar: Du kannst nur dann Dozent, Berater, Coach in diesem Bereich sein, wenn Du selbst die Abschlüsse besitzt, die du lehren möchtest. In den meisten Bildungseinrichtungen- und Institutionen ist das „für die tätigen Dozenten“ nicht zwingend erforderlich oder nicht das Maß der Dinge, für mich ist es weitaus mehr als das!

Also fasste ich den Entschluss, die bestmöglichen Abschlüsse bei der IHK-Hamburg abzulegen. Den geprüften Wirtschaftsfachwirt und den geprüften Betriebswirt. Nicht zu vergessen, die Ausbildereignungsprüfung (AdA-Schein). Nur so, so war ich überzeugt, könnte ich mir trotz über 10 Jahren unternehmerischen Know-How und Erfolg anmaßen, Dich über diese Abschlüsse zu lehren, zu beraten und zu coachen.

Damit ich mir im selben Zuge auch ein Bild von den Bildungseinrichtungen und ihren Dozenten machen konnte, buchte ich den Lehrgangskurs für den geprüften Wirtschaftsfachwirt in einem der größten Bildungsinstitute Deutschlands, mit über 50 Standorten. Natürlich am Standort Hamburg. Das Ganze ging 4 Monate, halbtags, und hat ein kleines Vermögen gekostet, von dem Andere sich einen fetten Kleinwagen kaufen würden 😉

Von der ersten Unterrichtsstunde an bestätigten sich die Feedbacks, die ich bei dem „Klassentreffen“ meiner Freundin und von weiteren Freunden erhalten hatte. Fragwürdige Dozenten, die nicht mehr als einen Ausbilderschein besaßen, kein roter Faden zum Rahmenlehrplan der IHK, nicht die optimalen Lehrbücher, unnötige Unterrichtsstunden (auf die Gesamtzeit deutlich mehr als ein Monat) deren Inhalte NULL Prüfungsrelevanz hatten, so gut wie niemals zielführender Unterricht, planlose Koordination, verwirrende Aussagen über die Prüfungsabläufe- und Inhalte.

Das offensichtlich primäre Ziel der Institution: Ein mangelhaftes oder gar kein Qualitätsmanagement hinsichtlich der eingestellten Dozenten, keinerlei Anforderungslevel für die Teilnehmer: Gelernte Frisöre und Köche, zusammen mit gelernten Groß- und Außenhandels- und Industriekaufleuten, sehr starker Fokus auf Bildungsgutscheine der Arbeitsagenturen.

Hätte es dort nicht diesen einen wunderbaren und einzigartigen Menschen gegeben, den Du immer dann triffst, wenn Du zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist, dann hätte wahrscheinlich bis auf zwei Ausnahmen NIEMAND die Prüfungen bestanden.

Ein cooler Typ, so wie Du und Ich. Der klassische hart aber fair Typ, dem Du von der ersten Sekunde an deine Aufmerksamkeit schenkst und deinen Respekt zollst. Ein ehemaliger Bundewehroffizier, ein Dr. der Psychologie, ein Freak in Sachen Marketing und Unternehmensentwicklung.

Du warst nicht nur unentwegt bei Ihm, weil seine Art und Weise die Dinge zu erklären und darzustellen dich gefesselt hat, sondern vor allem, weil jedes Wort aus seinem Mund Sinn ergab, dich klar an dem roten Faden lang führte und dich auf das optimal vorbereitete, warum Du dort warst – DIE PRÜFUNGEN

Ohne ihn wäre das Ganze ein einziges Desaster gewesen und hätte für ALLE traurig geendet. So konnten immerhin von 12 Teilnehmern 3 die Prüfungen (im ersten Anlauf) bestehen. Eine mehr als miese Bilanz, die auch er nicht besser retten konnte. Er konnte ja nicht alle Fächer unterrichten. Eine absolute Katastrophe, die man ganz klar der Institution und ihrem Management zuschreiben muss. Meine betriebswirtschaftliche Bilanz zu diesem Kurs: Ein Grund die eigene Insolvenz anzumelden – schlechter hätten Aufwand und Ertrag nicht ausfallen können. Ich hatte einen fetten VERLUST eingestrichen und GELD verschenkt!

VIEL SCHLIMMER: Ich habe das Ganze neben meinen unternehmerischen Tätigkeiten umgesetzt und deshalb reichlich ENERGIEN lassen müssen, die hätten besser angelegt sein können. Ich habe unwiederbringliche ZEIT, insbesondere „Quality-Time“ mit der Frau, mit Freunden und mit der Familie verloren. Ich habe auf ERLEBNISSE und ENTSPANNUNGEN in einem Maß verzichtet, wie es gar nicht erforderlich war.

Der einzige Erfolg: Ich hatte einen weiteren einzigartigen Menschen kennengelernt und den Abschluss erfolgreich absolviert 😉

Natürlich hatte ich mich an den ganzen Prüfungstagen, an denen ca. 80 Leute teilgenommen haben, mit vielen unterhalten um Informationen über ihre Zufriedenheit mit anderen Bildungseinrichtungen und Dozenten zu sammeln. Leider, wirklich leider, sah es dort nicht „wesentlich“ besser aus und ich konnte im Nachhinein erfahren, dass die Durchfall-Raten ähnlich hoch waren.

Nächste Erkenntnis zu diesem Thema: Es kann nicht NUR an den Schülern liegen!

Für mich war jetzt auf jeden Fall glasklar, dass ich den nächsten Abschluss, den Betriebswirt, nicht in einer Bildungseinrichtung oder einer Institution machen, sondern das Ganze alleine in die Hand nehmen würde. Gleiches würde für die Ausbildereignungsprüfung (AdA-Schein) gelten.

Hingegen hauptsächlich negativer Meinungen und Befürchtungen aus meinem Umfeld, meldete ich mich zum geprüften Betriebswirt an – im Alleingang. Keine Bildungseinrichtung, keine Dozenten, keine Unterlagen, keine Studienkollegen. Nur ich, der Rahmenlehrplan der IHK, ein einziges Buch (ich nenne es die Bibel) und diese „große“ Herausforderung.


Das ist meine sogenannte „Bibel“


Für die Ausbildereignungsprüfung (AdA-Schein) buchte ich mir einen gezielten Vorbereitungskurs für die praktische Prüfung, der speziell an geprüfte Wirtschaftsfachwirte gerichtet war, die von der schriftlichen Prüfung des Ausbilders befreit sind. Vier Abende direkt im HK-City-Campus, bei dem wohl lockersten und witzigsten Dozenten, den ich je getroffen habe – Gunnar

Zeitnahe nach dem Kurs habe ich die Prüfung erfolgreich absolviert und auch die ersten Prüfungen des Betriebswirtes stand schon fast vor der Tür.

LOGO: Das Logo kam in dieser Zeit gar nicht zum Einsatz


2015 bis 2016

Voll mit frischem Elan und einem neuen großen Ziel war ich (wieder mal neben dem Business) am pauken und konnte die ersten Prüfungen des Betriebswirtes erfolgreich absolvieren.

Die neue Ausrichtung, der neue Weg, das neue Ziel, die Berufung die von Herzen kommt, all das war nun klar. Der letzte Abschluss ist bereits in greifbarer Nähe und auch meine Kunden konnte ich wie geplant für die neuen Dienstleistungen, das neue N-Limits, begeistern.

In dieser Zeit gelang es mir zahlreiche meiner Netzwerkkunden und genauso viele Neukunden für meine „neuen“ Dienstleistungen zu gewinnen. Individuelle Unternehmensberatung mit Fokus auf Marketing, Controlling und Personal. Die Kunden kamen aus allen Berteichen: Fitness, Rechtsanwälte, Bauunternehmer, Sicherheitsfirmen, Lebensmittelhersteller, Getränkeindustrie.

Einer meiner spannendsten Kunden, dem ich zu einem erfolgreichen Start-Up, einer innovativen Neuproduktentwicklung und damit zu einer sicheren Marktposition verholfen hatte, ist heute einer der führende Hersteller von Eiswürfeln und Crushed-Eis in Norddeutschland.

LOGO: Das Logo kam mit einer Änderung des Claims wieder zum Einsatz.

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2016

Eine kleine aber bewusst selektierte Auswahl von diesen Kunden betreue ich heute natürlich immer noch. Aber eben nur in dem Rahmen, dass die Umsatzrendite stimmt und ich nebenbei genügend Zeit habe „das neue“ N-Limits zu dem zu machen, was es in Zukunft sein soll. Der Abschluss des Betriebswirtes geht in die nächsten Runden und sollte, wenn keine Verzögerungen eintreten, bis zum Frühjahr des Jahres 2017 ebenfalls erfolgreich absolviert sein.

Was N-Limits heute ist und in Zukunft sein wird, das erfährst Du HIER

LOGO: Das Logo kommt mit der „finalen“ Änderung des Claims zum Einsatz

NL_Logo_2016

Ich freue mich heute schon darauf, dass N-Limits Dich in Zukunft bei deinen Plänen, Wünschen und Zielen tatkräftig unterstützen wird und wir gemeinsam ALLES erreichen können 😉

Grenzenlose Grüße

Tobi

DIE STORY
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